Über mich

Ich heiße Julia und bin in Frankfurt geboren, also mit Main-Wasser getauft. Zu Anfang des neuen Milleniums (und mir ist egal, ob das 2000 oder 2001 angefangen hat) ging ich dann des Jobs wegens nach München und bin der Liebe wegen geblieben - obwohl die Liebe eigentlich aus Düsseldorf kommt. Aber so ist das hier: Keiner wollte ursprünglich hierher und jetzt können sie sich ein Leben ohne Biergärten und Isarauen gar nicht mehr vorstellen.

Essen kann in der Ferne ein Stück Heimat sein - und in der Heimat das Fernweh stillen. Deswegen liebe ich regionale Küche ebenso wie Exotisches. Meine kulinarische Erweckung hatte ich vor vielen, vielen Jahren mit meiner Freundin Mani bei meinem ersten Besuch im Indian Curry House - dem meiner Meinung nach immer noch besten Inder der Welt. Ok,  zumindest mal Frankfurts (und das in einer ganz besonders netten Ecke :)). Diese Gewürzexplosion hat mich nie mehr los gelassen und mich mich zum Selber-Kochen gebracht. Mittlerweile stelle ich meine Currymischungen, Gewürzpasten und Garam Masalas selber her (probiert es mal aus und Ihr werdet nie mehr den Fertig-Mist kaufen!) und serviere im Thali-Geschirr.

Ich habe also indisch gekocht, bevor ich die Basics beherrscht habe. Die kamen erst mit dem Umzug nach München in die Pfanne (da ist es wieder: Die Heimat in der Ferne). Und mittlerweile sind neben den hessischen und indischen eben auch rheinländische, afrikanische, orientalische, chinesische, vietnamesische, thailändische, japanische und sogar bayerische Einflüsse dazu gekommen.

Manche Menschen behaupten, wir unterscheiden uns durch das Lachen vom Tier. Oder durch das Bewusstsein unserer Vergänglichkeit. Meiner Meinung nach ist die größte und älteste Kulturleistung das Zubereiten von Speisen.

Kochen ist Horizont erweiternd, inspirierend und gesellig, es kann Brücken bauen und Sprachbarrieren überwinden, Streit schlichten und Diskussionen anregen. Am schönsten ist aber, wenn Essen nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern eben Kultur ist. Wenn Gäste nicht nur satt sind sondern glücklich. Wenn ein gelungener Abend einen Geruch oder einen Geschmack in Erinnerung ruft.

Deshalb gibt es das German Abendbrot: Um Rezepte zu teilen mit denen, die gerne bei uns waren und jenen, die uns inspiriert haben. Aber natürlich auch mit allen, die einfach nur wissen, wovon ich rede.

Und weil kochen eben doch nicht alles ist, werde ich auch immer mal was zu meinen anderen Leidenschaften posten: laufen, Weine, Bücher usw.

PS: Warum das German Abendbrot eigentlich heißt wie es heißt, habe ich in meinem allerersten Post erklärt. Schaut doch mal nach :)