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16.8.2010 von Julia.
Nach Tipps für Web 2.0-affine Weingüter, Online-Händler für griechischen Wein, das beste indische Restaurant in Frankfurt oder Riesling Chutney aus Rheinhessen, wird es Zeit, mal was zum Thema Laufen zu posten. Denn mich begeistert nichts mehr als freundliche und kompetente Verkäufer. Die sind in meinem Alltagsleben leider so selten, dass es mich fast zu Tränen rührt, wenn ich auf welche treffe.
Heute Abend gab’s wieder mal so eine Situation: Ich hatte mich ja schon wieder auf stundenlanges Anprobieren und 35 Paar Laufschuhe eingestellt. Die arme Verkäuferin, die sich im letzten Jahr zwei (!) Stunden lang mit mir rumgeschlagen hat, weil JEDES verdammte Paar Schuhe zu weit war, tut mir jetzt noch leid. Aber sie blieb trotzdem stets freundlich und hat mich kompetent und mit einer Engelsgeduld zu meinem besten Paar Laufschuhe beraten, das ich je hatte. (Und leider weiß ich ihren Namen nicht mehr, sonst gäb’s hier ein Denkmal für sie!). Das blieb sogar nach Ladenschluss so. O-Ton: “Ich lasse Sie hier erst raus, wenn Sie das absolut richtige Paar gefunden haben.” Ich LIEBE das!
Also bin ich heute wieder zu Runner’s Point am Münchner Marienplatz und hatte innerlich schon damit abgeschlossen, vor 21 Uhr nach Hause zu kommen. Und wieder: Obwohl viel los war, wurde in Ruhe eine Laufbandanalyse gemacht, beraten, viele Paare Schuhe angeschleppt, Tipps für den Halbmarathon mit dazu gegeben… Ich bin wiedermal als glücklicher, zufriedener Kunde dort rausgegangen. Und zwar nach 30 Minuten!! Das 2. Paar war perfekt, hat gepasst, leicht wie eine Feder und einfach suuuuper! Danke, Herr Leitl! (Diesmal habe ich mir den Namen gemerkt! Was vielleicht auch daran lag, dass er meinen Laufstil als absolut perfekt gelobt hat.
). Just for the records und für die Läufer unter Euch: Es wurden natürlich wieder Adidas-Schuhe, weil alle anderen Marken zu weit für meine Füße sind. Diesmal: Supernova Glide 2 W. Fühlt sich an wie auf Wolken…
So, das musste einfach mal gesagt werden! Und auf Twitter könnt Ihr immer mal wieder lesen, wenn mich jemand freundlich bedient hat. Ich werde nämlich nicht müde, die vielen Menschen zu loben, die ihren Job als Dienstleister ernst nehmen, höflich bleiben, wissen, wovon sie reden und den Eindruck vermitteln, gerne mit Kunden zu tun zu haben. Und deshalb sollte man ihnen das auch sagen oder gleich den Chef kommen lassen. Ich habe jedenfalls heute eine Lobes-Email bei www.runnerspoint.de abgeschickt. Ich freue mich schließlich auch über Lob - und ich sage übrigens auch, wenn mich jemand nicht nett bedient oder ich unzufrieden bin! Darauf reagiere ich nämlich mit allergischem Schock!
Wann seid Ihr das letzte Mal richtig nett bedient worden? Welchen Laden sucht Ihr immer wieder gerne auf, weil die Verkäufer/innen oder Kellner/innen freundlich und hilfsbereit sind? Und sagt Ihr den Leuten auch, wenn Ihr zufrieden seid? Oder fällt es Euch leichter, was zu sagen, wenn Ihr Euch ärgert?
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30.7.2010 von Julia.
Nach meinem allerersten Halbmarathon im Mai habe ich die Lauferei etwas schleifen lassen. Erstmal habe ich eine Woche lang die Füße hoch gelegt und GAR NICHTS gemacht. Seitdem laufe ich zwar wieder 3 x die Woche - aber doch deutlich unstrukturierter als vorher.
Mit Ziel läuft es sich einfach besser. Deshalb habe ich mich zu meinem zweiten Halbmarathon angemeldet: Am 10. Oktober findet in München im Rahmen des “normalen” Marathons erstmals auch ein Halbmarathon statt - zum 25. Jubiläum quasi.
Also werde ich in den nächsten Woche wieder lange Läufe (meine liebsten!), Intervallläufe (naja) und kurze Tempoläufe (ich kotze) kombinieren und Kilometer schrubben.
Ich freue mich jedenfalls auf einen schönen Parcours an all den Münchner Sehenswürdigkeiten vorbei. Und - most of all - auf den Zieleinlauf in das Münchner Olympiastadion. Das verleiht echt noch mal Flügel an den Füßen. Da freut man sich einfach, wenn man von der Marathon-Atmosphäre ein bisschen Gänsehautfeeling schnorren darf, obwohl man nur die Hälfte gelaufen ist
Wer lesen will, wie sich eine Läuferin auf den vollen Marathon vorbereitet, sollte Sarah Emilys Blog lesen: Sarah Emily läuft Marathon.
Wenn ich nach 21 Kilometern noch japsen kann, wird sie auf jeden Fall angefeuert! Und nächstes Jahr nehme ich dann die 42 Kilometer in Angriff - in Frankfurt. Wo sonst? ![]()
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25.7.2010 von Julia.
Kennen die Läufer unter Euch das? Man läuft los und hat mit den ersten Schritten das Gefühl, dass es perfekt wird. Heute war so eine Gelegenheit: 20 Grad, leichte Brise, Sonnenschein, nicht zu viele Leute unterwegs. Genau die richtigen Bedingungen für einen langen, entspannten Lauf, der mich heute an der Isar bis zum Englischen Garten - Höhe Chinesischer Turm -, um den Kleinhesseloher See, zurück zum Hofgarten und von dort wieder nach Sendling geführt hat. 15 Kilometer in entspanntem Lauftempo. Der perfekte Lauf eben. (Vielleicht lag das Feel-Good-Moment aber auch darin begründet, dass im MP3-Player Bayern3 lief mit einem Motown-Special bei “Fritz & Hits”. Wer könnte nicht butterweich laufen mit Marvin Gaye und den Jackson 5 im Ohr?)
Danach ist Belohnung angesagt: Sonntags-FAZ und einen alkoholfreien Summer Drink!
Für den Marari Beach Cooler braucht man Ingwer Sirup (wie’s geht, hat Anne hier beschrieben) oder alternativ ein Stück frischen Ingwer, den man reibt und ausdrückt. Der Saft sollte einen guten TL ergeben. Mit Annes Sirup isses aber leckerer ;-). Außerdem eine grüne Chilischote, Ananassaft, Eiswürfel, Grenadine, Zitronensaft und Mineralwasser. (Mengenangaben mache ich hier keine, weil jeder selber wissen muss, wie’s am besten schmeckt. Am besten probiert Ihr es aus!)
Ingwersirup, Ananassaft, Zitronensaft und Chilischote (angeritzt) in einen Shaker geben oder in einem großen Glas ordentlich umrühren. Chilischote herausnehmen, längs einritzen und an einen Glasrand stecken. Drink in’s Glas geben (gerne noch mehr Eis dazu) und mit Mineralwasser soweit auffüllen, wie’s schmeckt. Dann wie beim Tequila Sunrise etwas Grenadine langsam am Glas herunterlaufen lassen. Strohhalm rein, Füße hoch und relax!
Man kann dann noch einen Minzezweig zugeben. Als Aperitif abends kann der Cooler noch mit Gin oder Wodka gemixt werden. Der Beach Cooler schmeckt aber auch ohne Alkohol super.
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20.7.2010 von Julia.
Immer die gleiche Strecke laufen ist ja eigentlich langweilig. Und München bietet so viele schöne Laufstrecken: An der Isar entlang, zum Zoo, im Englischen Garten, durch den Westpark…
Aber manchmal muss es eben schnell gehen. Da will man gleich von der Haustür weg losrennen und am besten dabei noch den Überblick behalten über die gelaufenen Kilometer. Deshalb ist der Lauf rund um die Münchner Theresienwiese meine Hausstrecke.
Hier bin ich japsend die ersten Meter gelaufen, war stolz wie Bolle, als ich die erste Runde (2.7 km) ohne Pause laufen konnte und freue mich heute noch, wenn ich ohne zu zögern 4, 5 oder 6 Runden laufe. Die Steigungen oder auch die Treppen hoch zur Bavaria sind zudem ein gutes Oberschenkeltraining. Die Bäume links und rechts vom Weg spenden Schatten oder schützen vor Schnee, und von den Füßen der Bavaria hat man einen wunderschönen Blick auf München.
Bei drei oder mehr Läufen die Woche kann es aber auch schon mal langweilig werden, immer im Kreis zu rennen. Nur ab Mitte Juli (in diesem Jahr schon früher!) wird’s richtig spannend: Da kann man mit jedem Tag den Aufbau des Oktoberfests beobachten und wachsen sehen.
Was mit Klohäuschen und Stromkästen anfängt, geht dann mit den Gerüsten für die “Zelte” (wer noch nie auf der Wiesn war: das sind 2-geschossige Häuser mit Platz für bis zu 10.000 Menschen) weiter und geht dann in meine liebste Phase über. Wenn die Aufbauten schon soweit vorangeschritten sind, dass man quasi hinter die Kulissen des größten Volksfestes der Welt schauen kann, fühle ich mich immer, als würde ich in ein Geheimnis eingeweiht: Der Löwenbräu-Löwe ist aus ganz abgestoßenem Papp-Maché und wenige Tage vor der Eröffnung steht sein Kopf noch auf dem Asphalt vorm Zelt. Die Westernbahn wirkt wenig spektakulär, wenn die Cowboys auf dem Rücken liegen und Schrauben festgezogen bekommen. Im Innern der Zelte kann man wunderschöne Details entdecken (z.B. die Deckenmalerei im Hacker-Pschorr), die sonst vor lauter Qualm und Bierdunst unsichtbar bleiben. Und es verblüfft mich jedesmal, wie schnell ein Riesenrad aufgebaut werden kann.
Es war aus Sicherheitsgründen natürlich schon immer verboten, während des Aufbaus, wo wirklich schweres Gerät im Einsatz ist, über die Wiesn zu laufen. Aber es wurde toleriert und kaum kontrolliert.
Weil aber vor einigen Jahren irgendein Depp sich den Kopf an einem Gerüst gestoßen und die Stadt verklagt hat, wird jetzt immer ein Bauzaun um das Areal gezogen. Sogar die Kantine für die Arbeiter ist jetzt für Unbefugte geschlossen.
Dennoch kann man sich z.B. vom Fuß der Bavaria aus einen Eindruck verschaffen. Und es soll auch Schlupflöcher im Bauzaun geben - der Blick hinter die Kulissen ist einfach zu faszinierend.
Übrigens: Während der Wiesn meide ich das Areal für Läufe natürlich großräumig. Ich habe einfach keine Lust über Kotzpfützen, zerbrochenens Glas und besoffene Touris zu springen. Aber danach gehört die Theresienwiese wieder den Anrheinern, können ganz gemütlich den fast ebenso spannenden Abbau beobachten. Und wenn der letzte Stromkasten abgebaut ist, dann riecht es schon fast a bisserl nach Winter…
You can read an English and slightly revised version of this post here.
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